Kosten

Was kostet ein Au-pair wirklich? Alle Kosten im Überblick (2026)

Ein Au-pair ist für viele Familien die bezahlbare Alternative zur Nanny – aber was kostet ein Au-pair aus Lateinamerika im Monat tatsächlich? Damit Sie nicht rechnen müssen, stellen wir hier alle laufenden und einmaligen Kosten transparent zusammen. Kurz vorweg: Mit Taschengeld, Sprachkurs, Versicherung und Verpflegung landen die meisten Gastfamilien bei rund 500 bis 700 € pro Monat.

Welche laufenden Kosten kommen monatlich auf die Gastfamilie zu?

Das Au-pair-Programm ist rechtlich klar geregelt. Diese Posten trägt die Gastfamilie Monat für Monat:

KostenpostenBetrag / MonatHinweis
Taschengeldmind. 280 €gesetzlich fix, auch bei Urlaub oder Krankheit
Sprachkurs-Zuschuss70 €mind. 840 €/Jahr, plus Fahrtkosten zum Kurs
Au-pair-Versicherungca. 50–70 €Kranken- & Unfall (Pflicht), Haftpflicht empfohlen – meist als Kombipaket
Kost & Logisca. 150–250 €eigenes Zimmer + Verpflegung (Schätzwert)
Summe / Monatca. 550–670 €je nach Versicherung & Haushalt

Das Taschengeld von mindestens 280 € im Monat ist der einzige wirklich fixe Betrag – er ist unabhängig von der tatsächlichen Arbeitszeit und wird auch bei Urlaub oder Krankheit weitergezahlt. Der Sprachkurs-Zuschuss von 70 € im Monat ist Pflicht, weil das Au-pair während des Aufenthalts einen Deutschkurs besuchen soll; hinzu kommen die Fahrtkosten zum Kurs.

Wer zahlt die Versicherung?

Die Gastfamilie muss für das Au-pair eine Kranken- und Unfallversicherung abschließen und bezahlen – das ist Pflicht und zugleich Voraussetzung für das Visum. Die Krankenversicherung schließt auch Schwangerschaft und Geburt ein. Eine Haftpflichtversicherung ist nicht vorgeschrieben, aber dringend zu empfehlen. In der Praxis wird alles zusammen als Au-pair-Kombipaket abgeschlossen; die Kosten liegen meist bei 50 bis 70 € im Monat.

Welche einmaligen Kosten gibt es?

Neben den monatlichen Posten fällt einmalig die Agenturgebühr an – wenn Sie mit einer Agentur arbeiten. Die Höhe und der Leistungsumfang unterscheiden sich je nach Anbieter stark; achten Sie darauf, ob Prüfung, Vertrag, Visum-Begleitung und Betreuung enthalten sind oder einzeln berechnet werden. Bei Aupairando ist es ein transparenter Festpreis von 500 €, in dem der komplette Full-Service steckt.

Die An- und Abreise (Flug) trägt grundsätzlich das Au-pair selbst – dieser Posten taucht in Ihrer Familienrechnung also nicht auf.

Au-pair, Nanny oder Kita – was ist günstiger?

Eine feste Nanny kostet schnell über 2.000 € im Monat, ein Kita-Platz deckt oft nicht die Zeiten berufstätiger Eltern ab. Ein Au-pair liegt mit rund 500–700 € im Monat deutlich darunter – und bringt zusätzlich eine neue Sprache und Kultur ins Haus. Dafür gilt: Ein Au-pair ist keine reine Betreuungskraft, sondern lebt als Familienmitglied bei Ihnen und darf höchstens 30 Stunden pro Woche unterstützen.

Gut kalkulierbar

Das Taschengeld läuft auch bei Urlaub und Krankheit weiter, Unterkunft und Verpflegung stellt die Gastfamilie kostenfrei. So sind die monatlichen Kosten von Anfang an planbar – anders als bei spontanen Betreuungslösungen.

Häufige Fragen zu den Au-pair-Kosten

Was kostet ein Au-pair pro Monat?

Je nach Versicherung und Verpflegung meist etwa 500 bis 700 € im Monat: mindestens 280 € Taschengeld, 70 € Sprachkurs-Zuschuss, die Au-pair-Versicherung sowie Kost und Logis.

Muss das Au-pair selbst etwas bezahlen?

Die laufenden Kosten des Aufenthalts trägt die Gastfamilie: Taschengeld, Kost und Logis, Versicherung und Sprachkurs-Zuschuss. Das Au-pair kommt für die eigene An- und Abreise auf; mögliche Agenturgebühren regelt jede Agentur selbst.

Wer zahlt die Versicherung des Au-pairs?

Die Gastfamilie. Sie schließt und finanziert eine Kranken- und Unfallversicherung – das ist Pflicht. Eine Haftpflichtversicherung ist nicht vorgeschrieben, aber dringend zu empfehlen; üblich ist eine Au-pair-Kombiversicherung, die alles abdeckt.

Ist das Taschengeld steuerpflichtig?

Das Au-pair-Verhältnis ist kein reguläres Arbeitsverhältnis und das Taschengeld kein Lohn im klassischen Sinn. Die genaue steuer- und sozialversicherungsrechtliche Behandlung sollte im Einzelfall geprüft werden.

Stand: Juni 2026. Alle Beträge können sich ändern; gesetzliche Mindestwerte und Versicherungskosten bitte vor verbindlichen Entscheidungen prüfen. Dieser Beitrag bietet allgemeine Orientierung und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung im Einzelfall. Weiter geht es mit dem Au-pair-Visum Schritt für Schritt oder – falls Sie bereits eine Kandidatin haben – mit „Au-pair selbst gefunden – was jetzt?“

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